3D-Druck FAQs

Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den voxeljet 3D-Druck.

1. Produktionsprozess und Bestellung

Wie funktioniert der 3D-Druckprozess von voxeljet?

Der 3D-Druckprozess von voxeljet lässt sich in sieben Schritte aufgliedern:

Das CAD-Modell wird von voxeljet technisch geprüft und anschließend für den 3D-Druck vorbereitet.

Nachdem die Bauplattform der Jobbox vollständig nach oben gefahren wurde, beginnt der Beschichter (=Recoater) das entsprechende Partikelmaterial (entweder Kunststoff oder Sand) in dünnen Schichten auf eine Baufläche aufzutragen. Standardmäßig beträgt die Schichtstärke bei Kunststoff 150 µm und bei Sand 300 µm.

Anschließend bedruckt ein hochauflösender Druckkopf die Fläche, worauf die Teile entstehen sollen, selektiv mit Binder und verklebt diese.

Nach jeder Schicht senkt sich die Bauplattform um die jeweilige Schichtstärke. Der Recoater trägt erneut eine Schicht des Partikelmaterials auf, die wiederum selektiv mit den vorigen Schichten verklebt wird.

Der Prozess wiederholt sich solange, bis die gewünschte Bauhöhe des Objektes erreicht ist.

Nach Druckende wird das überschüssige Material abgesaugt und das Bauteil freigelegt.

Zum Schluss besteht die Möglichkeit das gedruckte Bauteil, je nach Anwendungszweck, noch zu veredeln.

Welches Dateiformat wird zugelassen?

Generell verarbeitet voxeljet alle gängigen Dateiformate, wobei .STL, .STP und .IGS bevorzugt werden. 

Was passiert mit den Dateien?

Alle Dateien werden streng vertraulich behandelt und unterliegen den Geheimhaltungsvereinbarungen. Vor Beginn des Druckprozesses überprüft voxeljet jedes gesendete 3D-Modell um etwaige Fehler auszuschließen. Falls Unstimmigkeiten auftreten sollten, haben Sie die Möglichkeit die Anpassung selbstständig vorzunehmen oder das dafür vorgesehene voxeljet-Team zu beauftragen. Auf Wunsch bietet Ihnen voxeljet auch die Formerstellung anhand eines Positivs an.

Wie erhalte ich ein Angebot?

Schicken Sie uns eine Anfrage mit Ihren Anforderungen und Wünschen (CAD-Daten, Material, Anzahl, Lieferzeit etc.) an parts@voxeljet.de oder kontaktieren Sie uns über das Online Formular bzw. direkt Ihren Ansprechpartner. 

Sie sind an einem Angebot für unsere 3D-Drucker interessiert? Kontaktieren Sie uns unter systems@voxeljet.de oder einen unserer weltweiten Vertriebspartner.

Wie setzen sich die Preise für die Bauteile zusammen?

Die Preisgestaltung setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:

 

  • Abmessung des Bauteils
  • Volumen des Bauteils (nur im Kunststoff)
  • Komplexität
  • Materialsorte
  • Nachbehandlung
  • Anzahl der bestellten Bauteile
  • Lieferzeitvereinbarung

Noch Fragen? Bitte scheuen Sie sich nicht uns unter parts@voxeljet.de zu kontaktieren.

Wie werden die Bauteile versandt?

voxeljet verfügt über jahrelange Erfahrung bei der Verwendung geeigneter Stützen, Unterlagen bzw. Transporthilfen und findet in enger Abstimmung mit Ihnen die beste Lösung, um Ihre Bauteile sicher an den Bestimmungsort zu bringen. Sollte dennoch ein Transportschaden auftreten, ersetzt Ihnen voxeljet, bei selbst organisiertem Transport, schnell und reibungslos Ihr Bauteil. Grundsätzlich können Sie ihre Ware aber auch abholen lassen. 

Werden die Bauteile weltweit versandt?

Ja, voxeljet liefert die Modelle und Formen weltweit aus. (Sandmodelle nur nach Absprache)

Mit welchen Lieferzeiten habe ich zu rechnen und gibt es einen Expressversand?

Die Lieferzeiten liegen bei

3Arbeitstagen*
5Arbeitstagen
10Arbeitstagen
21    Kalendertagen

 

Hiernach richten sich unter anderem die unterschiedlichen Preiskategorien.
*Ein Expressversand von 3 Arbeitstagen ist im Bereich Sand in Abstimmung möglich.

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2. Anwendungsgebiete und Materialunterschiede

In welchen Bereichen findet die Technologie Anwendung?

Die 3D Drucker von voxeljet finden besonders bei der Herstellung von Formen und Metallgussmodellen in Kleinserien Anwendung. Im Weiteren werden die 3D Drucker zur Entwicklung von Prototypen eingesetzt.

Ebenso findet unser Verfahren immer mehr Verwendungsmöglichkeiten bei der Erstellung von Designmustern, Kunst – und Architekturteile, sowie Ersatzteile und Einzelstücke.  

Gerne beraten wir Sie zu Ihrer Anwendung individuell unter parts@voxeljet.de

 

Materialien

Guss3D Druck
Magnesium Kunststoff, ggf. auch mit Wachs oder Epoxid-Harz infiltriert
AluminiumKerphalitsand
Grau- und Eisengussverschiedene Quarzsande
Stahlguss
Rotguss

 

Branchen

  • Automotive
  • Maschinenbau
  • Luft- & Raumfahrt
  • Architektur
  • Forschung & Medizin
  • Film & Entertainment
  • Energie
  • Museen
  • CFK/GFK Laminierformen

Welche Materialien kommen bei der 3D Drucktechnik zum Einsatz?

Grundsätzlich kann zwischen zwei Kunststoffarten gewählt werden.

Polypor B, verfügbar in der voxeljet-Dienstleistung und für System-Kunden in Europa, bietet sich für detailgetreue Teile an, bei denen eine höhere Kantenschärfe, Auflösung und Grünteilfestigkeit (Härtegrad direkt nach Beendigung des Druckprozesses) erwünscht ist.

Polypor C bietet sich für vereinfachte Ausbrennprozesse im Feinguss sowie für reinweiße Architekturmodelle an.

Die Sandsorte wird individuell je nach Geometrie und Einsatzzweck ausgesucht. Wir verwenden Quarzsande mit unterschiedlichen Körnungen.  Diese sind 0,14 mm (GS14); 0,19 mm (GS19) und 0,25 mm (GS25) mittlerer Körnung. Daneben bietet voxeljet auch temperaturbeständigeren Kerphalitsand an. Er wird bevorzugt bei besonders komplexen Geometrien und Innenkernen für den Stahlguss verwendet.

Feinguss oder Sandguss?

Faktoren wie

  • voraussichtliches Einsatzgebiet
  • Stückzahl
  • Größe
  • Anforderungen an die Oberfläche
  • Geometrie

sind grundsätzlich Entscheidungsträger für die Auswahl der richtigen Produktionsart. Im Rahmen der Angebotserstellung wird diesbezüglich das passende Produktionsverfahren mit Ihnen besprochen. Generell wird mit zunehmender Größe und Stückzahl das Sandgussverfahren bevorzugt. 

Welche Vorteile bieten die Kunststoffmodelle von voxeljet?

  • Handhabung ähnlich wie Wachsmodelle
  • hohe Oberflächenqualität & Auflösung
  • geringer Restaschegehalt bei Binder Polypor B gegen 0,3% Gewichtsprozent und bei Binder Polypor C gegen 0,02 %
  • geringste Expansion im Ausbrennungsprozess: die Keramikschlicke der 3D Modelle bleiben unbeschädigt
  • Ausbrenntemperatur ab 700°C
  • Einsatzmöglichkeiten im  
  •         Keramikguss
  •         Gipsguss
  •         Küvettenguss
  •         für alle gängigen Legierungen

Welche Vorteile bieten die Sandformen & -kerne?

  • Eignen sich für nahezu jedes im Sandguss vergießbare Metall
  • voxeljet verfügt über Erfahrungen mit
    • Magnesium
    • Aluminium
    • Grau- und Eisenguss
    • Stahlguss
    • Rotguss
  • Die Kerne lassen sich aufgrund des relativ geringen Bindergehalts nach dem Abguss leicht aus der Form brechen
  • Dadurch ist ein geringeres Ausgasen der Formen notwendig (mehr Binder = höherer Gasstoß)
  • Flexibilität:
    • Hybridguss – Kombination mit konventionell hergestellten Formen möglich
    • Anguss kann manuell, nach dem 3D-Druck, ergänzt werden
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3. Modell- und Formeigenschaften

Welche Bauteilkomplexität ist möglich?

Es sind nahezu keine Grenzen hinsichtlich der Geometrie gesetzt. Hinterschneidungen sind problemlos umsetzbar.

Einschränkungen:

 

  • Die Formen und Modelle müssen von dem überschüssigen Partikelmaterial gereinigt werden können
  • Je nach Geometrie muss eine Wandstärke von mindestens 3 mm im Sand und 1 mm im Kunststoff eingehalten werden

Jedes Bauteil wird einer bestimmten Komplexitätsstufe zugeordnet. Danach richtet sich unter anderem die Preisgestaltung.

Wie präzise wird mein Bauteil gedruckt?

KunststoffmodelleSandmodelle
Genauigkeit± 0,4 % (min. ± Schichthöhe)± 0,1 % (min. ± Schichthöhe)

Welche Modellgrößen sind realisierbar?

In dem Dienstleistungszentrum von voxeljet kommt mit der VX4000 einer der weltweit größten industriellen 3D-Drucker zur Herstellung von Sandkernen und Formpaketen mit einem Bauraum von 4.000 x 2.000 x 1.000 mm (LxBxH) zum Einsatz. In der Kunststoffdienstleistung bietet voxeljet Modelle in Dimensionen von maximal 1.000 x 600 x 500 mm (LxBxH) an. Es besteht aber die Möglichkeit durch individuelle Formteilungen Formen beliebiger Größe zu realisieren.

Welche Nachbehandlungsmöglichkeiten gibt es?

Im Sand können Sie zwischen Rohmaterial (üblich), Epoxid-Harz Infiltration und PU-Dispersion wählen. Durch die Infiltration wird das Bauteil stabiler, kann aber nicht mehr abgegossen werden. Die PU-Dispersion ist eine spezielle Grundierung des Bauteils, wodurch es später leichter lackiert werden kann.

Im Kunststoff können die Bauteile mit Wachs (für Feingussmodelle) oder Epoxid-Harz (für Design- oder Messemodelle) infiltriert werden. Farbige Modelle können nicht gedruckt werden, jedoch im Anschluss an den Druck manuell koloriert werden.

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