Darunter befand sich auch – unübersehbar – Google mit seinem Android Partner Walk, einer eigens für die Mobile World entworfenen Aktion, die auf die enorme Anpassungsfähigkeit des Open-Source-Betriebssystems Android aufmerksam machen sollte. Auch die offiziellen Partner des Technologieriesen zeigten per Binder Jetting 3D-Druck erstellte Versionen ihrer eigenen, einzigartigen Android-Figuren.

Die Alleinstellungsmerkmale von Android sind der Open-Source-Charakter und die Benutzerfreundlichkeit. Das Android-Logo, das liebevoll „das kleine grüne Männchen“ genannt wird, wurde 2007 so gestaltet, dass es von den Benutzern modifiziert werden konnte. „Die Idee dahinter war, ein Open-Source-Logo zu kreieren, das der Entwickler-Community ohne die üblichen Markenrichtlinien zur Verfügung gestellt wurde“, sagt die Grafikdesignerin und ehemalige Google-Mitarbeiterin Irena Blok, die das Android-Maskottchen entwarf. „Kurz darauf konnten auch die Kunden das Feature nutzen, und bald entwarfen Millionen von Nutzern jeden Tag ihre eigenen Versionen.“ Mittlerweile hat Google die äußerst erfolgreiche App Androidify auf den Markt gebracht, mit dem die Benutzer das Logo auf einfache Weise und nahezu uneingeschränkt personalisieren können.

3D gedruckte Android Maskottchen

Die Besucher des MWC 2015 waren eingeladen, an einer dreitägigen Schatzsuche teilzunehmen und 124 unterschiedliche Android-Pins zu sammeln. Die Pins waren auf der gesamten Ausstellung verteilt: an Ständen von teilnehmenden Android-Partnern und an den zwei „Lollipop-ups“, großen Strukturen in Android-Form, die zwischen den Messehallen positioniert waren. Die Besucher versuchten eifrig, die gesamte Sammlung zu ergattern, und gerieten in einen wahren Android-Rausch.

Die Stände der teilnehmenden Partner waren an ihrem personalisierten 3D-Android-Maskottchen zu erkennen. Sämtliche Android-Aktivitäten auf dem MWC 2015 wurden von der Londoner Werbeagentur BrandFuel entworfen und ausgeführt.

Die etwa 60 cm hohen, dreidimensionalen Android-Figuren waren echte Hingucker. Sie stammten von Propshop, einem Tochterunternehmen des 3D-Druckerherstellers voxeljet. Propshop ist im Modellbau für die Film- und Unterhaltungsindustrie tätig und war das erste Unternehmen, das 3D-Scan-Technologien, digitales Design und 3D-Druck in einem Bereich einsetzte, der seit jeher traditionell handwerklich arbeitete. Das Unternehmen erwies sich als idealer Partner für diesen Auftrag. „Wir waren total aufgeregt, als das Briefing kam“, so James Enright, Geschäftsführer von Propshop.

Die Herstellung dieser Android-Maskottchen erforderte unterschiedliche Fertigkeiten, von der digitalen über die traditionelle Herstellung bis hin zum hochwertigen Finishing. Nachdem wir die Pantone-Farben angepasst und die Grafiken erstellt hatten, ging es ans 3D-Design der Android-Maskottchen. Sobald wir die Strukturelemente hatten, wurden die Figuren in ihre Bestandteile aufgeteilt und auf unserem universal 3D-Drucker VX1000 gedruckt. Für die 38 Figuren mussten wir mehr als 500 Einzelteile drucken. Unsere VX1000 war also schwer im Einsatz – alleine der Druckprozess dauerte etwa zwei Wochen.

James Enright, CEOPropshop

Anschließend machten sich die Modelleure von Propshop an die Arbeit: Sie setzten die Einzelteile zusammen und lackierten sie. „Es war ein ziemlich großer Auftrag für unsere Werkstatt“, erklärt Terry Whitehouse, Werkstattleiter bei Propshop. „Wir verbrachten viele Stunden damit, hunderte Teile in sehr hoher Qualität zu lackieren, indem wir sie vorsichtig abklebten und mit Farbe besprühten. Dann gaben wir sie an das Produktionsteam weiter, das sie zusammensetzte und schließlich auf die Standfüße montierte.“ Die Android-Figuren versprühten dabei einen solchen Charme, dass sie sich bei den Propshop-Mitarbeitern einen festen Platz in der Liste der Lieblingsprojekte sicherten. „Bis zum Ende des Projekts hatten wir unsere kleine Android-Familie richtig lieb gewonnen“, sagt Whitehouse. „Der Tag, an dem wir sie schließlich nach Barcelona schicken mussten, war für uns alle ein bisschen traurig.“

Vor allem die starke, etwas skurrile visuelle Präsenz der im 3D-Druckverfahren hergestellten Figuren machte Android und Google auf dem MWC 2015 zum Gesprächsthema Nummer eins. Die Partner von Google waren hoch erfreut über die Ergebnisse, denn die 3D-Android-Maskottchen von Propshop trafen exakt den richtigen Ton: Sie waren eine eigene Attraktion und dienten gleichzeitig als wichtigster optischer Hinweis, um die Aufmerksamkeit der Besucher ständig auf den Android Partner Walk zu lenken.

„Die Figuren waren ein riesiger Erfolg und allseits sehr beliebt. Die Oberflächenqualität hat uns wirklich beeindruckt. Jede einzelne Figur war perfekt nachgebildet, und jedes noch so kleine Detail war vorhanden“, erklärt Alana O’Regan von BrandFuel. „Die Zusammenarbeit mit Propshop war äußerst angenehm, und wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Projekt, das wir mit ihnen durchführen können.“

Google Androids in 3D produziert von Propshop

James Enright Propshop’s Asset producer and MD führt Sie durch den Prozess der Erstellung dieser erstaunlichen Charaktere in 3D. Diese Androids wurden für Google produziert, um in Barcelona auf der Ausstellung des Mobile World Congress gezeigt zu werden.

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